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Endress+Hauser bereitet Angebot für Analytik Jena vor

Schweizer Messtechnik-Spezialist erwirbt Kontrolle

Seit 26. September 2013 hält Endress+Hauser 47,33 Prozent der Stimmrechte an der Analytik Jena AG, davon 22,99 Prozent unmittelbar und 24,34 Prozent mittelbar. Die Firmengruppe wird daher nun ein Pflichtangebot für die Aktionäre der Gesellschaft vorbereiten.

Nach der am gestrigen Donnerstag erfolgten Freigabe durch das Bundeskartellamt kann die Endress+Hauser AG+Co. KG sowohl die ursprünglich von der niederländischen Verder-Gruppe gehaltenen Anteile als auch die Aktien, die im Rahmen der Kapitalerhöhung nicht bezogen worden sind, übernehmen. „Wir haben deshalb gestern die Kontrollerlangung und unsere Entscheidung zur Abgabe eines Pflichtangebots veröffentlicht", erklärte Dr. Heiner Zehntner, Mitglied des Executive Boards der Endress+Hauser Gruppe.

Faires und angemessenes Angebot

Der Angebotspreis von 13,75€ pro Aktie liege über den Preisen, die Endress+Hauser im Vorfeld des Angebots für Anteile an Analytik Jena bezahlt hat. „Wir halten das Angebot unter Berücksichtigung der aktuellen Situation und der Zukunftsaussichten der Gesellschaft für fair und angemessen", ergänzte Dr. Luc Schultheiss, CFO der Endress+Hauser Gruppe.

Verhandlungen zum Verkauf

Das Land Thüringen und Klaus Berka, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Analytik Jena, begrüßten die Aufstockung der Anteile von Endress+Hauser. Das Land hält über einen von der Beteiligungsgesellschaft bm-t verwalteten Fonds derzeit 17,79% an Analytik Jena, Klaus Berka besitzt 9,93%. Beide Anteilseigner werden in Verhandlungen zum Verkauf ihrer Pakete eintreten. Im Fokus der Gespräche werden die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens sowie die Einbindung in die Endress+Hauser Gruppe stehen.

Weiterhin eigenständig bleiben

Klaus Berka wolle vorbehaltlich der Verlängerung seines Vertrags diesen Prozess begleiten. „Wir freuen uns über die Zusage von Herrn Berka, die Analytik Jena auch nach einer Übernahme durch Endress+Hauser als Vorstandsvorsitzender zu leiten", erklärte Klaus Endress, CEO der Endress+Hauser Gruppe. Analytik Jena ist in der Analysenmesstechnik wie auch in Biotechnologie und molekularer Diagnostik aktiv.

©Endress+Hauser

„Wir wollen Analytik Jena als eigenständiges Unternehmen erhalten", betonte Klaus Endress.

„Beide Unternehmen profitieren"

Endress+Hauser wird den weltweiten Vertrieb für den Laborbereich stärken und ausbauen. Zudem sieht Klaus Endress Einsatzmöglichkeiten von Technologien aus der Labormesstechnik in der Prozessmesstechnik und umgekehrt. „Wir werden künftig vom Labor über das Technikum bis zur industriellen Produktion durchgängig mit unserer Messtechnik vertreten sein", sagte der Firmenchef. „Davon werden beide Unternehmen profitieren."

Kontakt

Endress+Hauser Messtechnik GmbH+Co. KG
Colmarer Straße 6 79576 Weil am Rhein Deutschland
Tel.: +49 (0)7621 975-01
Fax: +49 (0)7621 975-555
E-Mail senden www.de.endress.com
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