In der Prozessindustrie gewinnen Aspekte der Kreislaufwirtschaft an Bedeutung. Was merken Sie davon im Service?
Tatsächlich fragen uns unsere Kunden aufgrund steigender Nachhaltigkeitsanforderungen immer häufiger, ob unsere Geräte reparierbar sind. Allerdings war dieser Aspekt für sie schon immer relevant: Die Industrie strebt höchste Anlagenverfügbarkeit an. Um Ausfallzeiten zu minimieren, setzt sie auf Lösungen zur vorbeugenden und korrektiven Instandhaltung. In diesem Zusammenhang ist die Reparierbarkeit von Sensoren und deren Wartungsfähigkeit wichtig.
Wie unterstützt Endress+Hauser Kunden beim Thema Reparatur?
Generell sind unsere Sensoren mit ihrer hohen Qualität auf Langlebigkeit ausgelegt. Der modulare Aufbau stellt sicher, dass sie sich gut warten und reparieren lassen – nur wenige Produkte sind nicht für eine Reparatur vorgesehen. Ersatzteile liefern wir noch fünf Jahre nach Produktionsende. Reparaturen können unsere Kunden mit sachkundigem Personal selbst durchführen oder dafür unseren Service in Anspruch nehmen. Endress+Hauser ist in Frankreich der einzige Messtechnik-Hersteller, der nicht nur Techniker zu den Kunden schickt, sondern auch über eine eigene Reparaturwerkstatt verfügt.
Wann greifen die Kunden auf den Werkstattservice zurück?
Am häufigsten tun sie das, um die Garantie in Anspruch zu nehmen, oder wenn sie besonderes Know-how brauchen: Etwa um Exzertifizierte Geräte reparieren oder Geräte umbauen zu lassen, oder diese nach einem Ausfall begutachten zu lassen. Hauptsächlich gehen Defekte an unseren Geräten auf unsachgemäße Verwendung oder ungünstige Umgebungsbedingungen zurück. Kennen unsere Kunden die Ursache, können sie einen erneuten Ausfall verhindern. Geräte, für die wir noch Ersatzteile haben, können wir übrigens in über 95 Prozent der Fälle reparieren – wenn nötig, innerhalb von 24 Stunden.