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Karl Büttner über Ethernet APL

Ethernet-APL soll der Digitalisierung von Prozessanlagen den Weg bereiten. Damit die neue Technologie schnell zur Anwendung kommt, bietet Endress+Hauser seit 2024 ein umfassendes PROFINET-APL-Geräteportfolio an.

06.01.2026 Text: Christine Böhringer
Karl Büttner, Marketingleiter für Ethernet APL im Endress+Hauser Kompetenzzentrum für Durchflussmesstechnik

Welche Resonanz erleben Sie?

Wir spüren viel Aufbruchstimmung: Unsere Geräte werden in hohen Stückzahlen bestellt. Große Nachfrage gibt es nicht nur aus der Chemieindustrie, der Öl- und Gasindustrie, dem Bergbau und der Metallurgie, sondern auch besonders aus der Life-Sciences-Industrie. Zudem haben wir große Kunden aus der Lebensmittelindustrie, die auf Ethernet-APL setzen. In den hygienischen Industrien finden sich klassischerweise wenig Ex-Bereiche, für die Ethernet-APL ursprünglich konzipiert wurde. Doch die Anlagenbetreiber reizt es hier, das Potenzial unserer intelligenten Feldgeräte voll auszuschöpfen, um Prozesse zu optimieren. Sie erhoffen sich zum Beispiel, die Dampferzeugung zu verbessern und so große Energieeinsparungen zu erreichen.

Gibt es etwas, das Sie nach dem Launch besonders überrascht hat?

Ja, das ist das überaus starke Interesse der Life-Sciences-Industrie. In der Branche gibt es wirklich kein Unternehmen, das sich nicht mit Ethernet-APL beschäftigt. Hintergrund ist, dass Pharmaunternehmen Digitalisierung zunehmend als strategischen Wettbewerbsfaktor betrachten, um Kosten zu senken und eine schnelle und sichere Marktversorgung zu gewährleisten. Ethernet-APL hilft, die dafür benötigten Daten schnell verfügbar zu machen. Gleichzeitig sieht die stark regulierte Industrie auch deutliche Mehrwerte in Sachen Qualität und Sicherheit. Mit Ethernet-APL können Geräte zum Beispiel einfach parametriert und dann inklusive Schreibschutz verriegelt werden. Qualitätsvorteile bietet vor allem im Batchbetrieb die Geräteverifikation, die nach jedem Schritt oder nach jedem Batch automatisch angestoßen werden kann.

Wie geht es aktuell mit Ethernet-APL bei Endress+Hauser weiter?

Vor zwei Jahren haben wir erfolgreich Lasttests mit den Automatisierungssystemen von Honeywell, ABB und Siemens durchgeführt. Jetzt haben sich unsere Sensoren in Sachen Interoperabilität in weiteren Lasttests mit einem Emerson-Leitsystem bewährt. Integriert wurden dabei Geräte von Endress+Hauser, Pepperl+Fuchs, R. Stahl, Phoenix Contact und Samson. Aktuell arbeiten wir zudem daran, mehr Messprinzipien mit PROFINET-APL anzubieten – für Ende des Jahres ist der Launch unseres PROFINET-APL-Grenzstandschalters Liquiphant geplant. Nicht zuletzt beschäftigt uns das wichtige Thema funktionale Sicherheit. Hier ist die Standardisierung des Sicherheitsprotokolls PROFISAFE in den letzten Zügen, so dass wir zukünftig auch Ethernet-APL-Geräte für sicherheitsrelevante Einrichtungen anbieten können.

Karl Büttner, Marketingleiter für Ethernet APL im Endress+Hauser Kompetenzzentrum für Durchflussmesstechnik

„Das Testlabor bei BASF in Ludwigshafen hat den Weg zur Marktreife der Technologie enorm beschleunigt.“

Karl Büttner, Marketingleiter für Ethernet APL im Endress+Hauser Kompetenzzentrum für Durchflussmesstechnik

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